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Das Fränkische Gewächs stellt sich vor

Frankenwein zwischen Tradition und Innovation

„Sende mir noch einige Würzburger, denn kein anderer Wein will mir schmecken“, schwärmte bereits der große deutsche Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe vom Frankenwein. Eine Passion, die heute - angesichts nationaler und internationaler Prämierungen fränkischer Spitzenweine - millionenfach geteilt wird. Doch der Erfolg kommt nicht von ungefähr! Denn im Fränkischen Weinland, das vom Spessart im Westen, der Rhön im Norden, dem Steigerwald im Osten und dem Lieblichen Taubertal im Süden umrahmt wird, können die Winzerinnen und Winzer auf eine langjährige Tradition zurückblicken, die mindestens bis ins Jahr 777 zurückreicht und durch eine Schenkungsurkunde an das Kloster Fulda dokumentiert wird. Denkt man am Mainfranken, ziehen unwillkürlich große Bauwerke, begnadete Baumeister und Künstler, sowie leuchtend grüne Weinberge vor dem geistigen Auge vorüber. Die zahlreichen Weinkünstler, die den Weinbergen alljährlich bei Wind und Wetter bestes Traubengut abtrotzen und mit Leib und Seele hinter ihren Weinen stehen, werden auf den ersten Blick oftmals übersehen. Unvorstellbar! Denn gerade sie sind es, die Franken mit ihren individuellen Weinen ein einzigartiges Gesicht verleihen und über seine Grenzen hinaus bekannt machen.

Ein Stück Heimat im Glas

Ertrag- und mineralstoffreiche Böden, wie Bundsandstein am bayerischen Untermain, Muschelkalk am Maindreieck oder Keuper im Steigerwald, die richtige Rebsorte sowie mildes Klima und Fachwissen der Winzerinnen und Winzer – zusammengefasst unter dem Begriff „Terroir“ - sind Grundvoraussetzungen für das perfekte Gelingen fränkischen Spitzenweine. Getreu dem Motto „Qualität statt Quantität“ sorgen die fast 300 selbst vermarktenden Winzerbetriebe der Gruppierung „Fränkisches Gewächs e.V.“ Jahr für Jahr in unzähligen Stunden echter Handarbeit und mit viel Herzblut dafür, dass nur die besten Trauben den Weg ins Glas finden und einzigartige Spitzenweine voller Charakter und Individualität heranreifen.

Mit ihren innovativen und äußerst erfolgreichen Winzerinnen und Winzern bildet die inzwischen seit über 35 Jahren bestehende Interessengemeinschaft eine der tragenden Säulen des Fränkischen Weinbaus und des Fränkischen Weinbauverbandes. Dem Prinzip „Klasse statt Masse“ folgend gelingt den Winzern mit entsprechendem Know how und höchsten Qualitätsbestrebung im Weinberg und im Weinkeller, denn nicht Einheitsware, sondern auserlesene Spitzenprodukte mit regionaler und lokaler Prägung sind gefragt, alljährlich bei nationalen und internationalen Wettbewerben der Sprung aufs Siegerpodest. Bei den Weinprämierungen auf fränkischer und bundesdeutscher Ebene erhalten die Mitgliedsbetriebe des Fränkischen Gewächses anteilsmäßig sogar die meisten Auszeichnungen sowie Bundes- und Staatsehrenpreise für ihre Weine.

Neben der Herstellung erstklassiger Weine hat es sich das Fränkische Gewächs aber auch zur Aufgabe gemacht, den Frankenwein ins rechte Licht zu rücken und professionell zu vermarkten. So veranstaltet die Winzergruppierung deren Mitglieder über das gesamte knapp 6.000 Hektar große fränkische Weinanbaugebiet verteilt sind, alljährlich zahlreiche Präsentationen und Weinvernissagen im gesamten Bundesgebiet. Da die Winzer davon ausgehen, dass man sie im eigenen Anbaugebiet kennen und schätzen gelernt hat, tragen sie die Weinbotschaft auch in entferntere Regionen und Städte hinaus. Alljährlich begeistern die Winzer deshalb bei Verkostungen in Berlin, Schwerin und Worpswede, aber auch in Erlangen und München Interessierte, Weinkenner und Weinliebhaber von der Qualität und der Vielfalt der Frankenweine. Denn Franken ist eben mehr als Barock, Bratwurst und Butzenglas.